Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien

von | Aug 10, 2017 |

Zur Geschichte

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche (SOK) gehört zu den ältesten Kirchen der Welt. Sie geht auf den Apostel Petrus zurück, der als ihr erster Patriarch gilt. Ihre Heimat ist das Grenzgebiet zwischen der Türkei, Syrien, Irak, Iran und dem Libanon. In der Liturgie der SOK wird bis heute die aramäische Sprache, die Sprache Jesu, verwendet.

In den ersten Jahrhunderten ging eine rege Missionstätigkeit von der SOK aus. Ihr Einflußbereich umfaßte einst ganz Asien. Insbesondere im 4. Jh. wurden viele syrisch-orthodoxe Klöster gegründet, die zum Teil bis heute erhalten sind. Die SOK hat bedeutende Theologen, Historiker, Dichter und Gelehrte hervorgebracht. Sie waren ein Bindeglied zwischen Abendland und Orient vor allem in der Blütezeit der arabischen Kultur.

Verfolgung und Auswanderung

Die SOK ist immer wieder grausam verfolgt worden, zunächst von anderen Kirchen, im ausgehenden 13. Jh. durch mongolisch-islamische Fanatiker. Am Ende des vorigen Jahrhunderts nahmen die Verfolgungen wieder entsetzliche Züge an. Ihren Höhepunkt erreichten sie 1915 mit der Deportation von Millionen Christinnen und Christen aus ihrem Stammland durch die Türken. Nach zwei großen Auswanderungswellen ist die alte Heimat inzwischen von Christinnen und Christen fast verwaist und in die Hände muslimischer Kurden übergegangen, so daß es kein Zurück mehr gibt.

Zur Zeit gibt es etwa 85.000 syrisch-orthodoxe Christinnen und Christen in Europa. 1997 wurde eine eigene Erzdiözese für Deutschland gegründet.

aus: Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bayern. Die Mitgliedskirchen stellen sich vor
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Kontakt zur Syrisch-orthodoxen Kirche

Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien
Erzdiözese in Deutschland
Erzbischof Philoxinos Mathias Nayis
Klosterstr. 10
34414 Warburg
Tel.: 05641/740564
http://www.suryoyo-online.org